Stadtportrait & Städtepartnerschaften

der Hochschulstadt Geisenheim

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Geisenheim
Geisenheim ist alt – älter als alle übrigen Orte im Rheingau. Die Siedlung nahe der Mündung des heutigen Blaubaches erscheint als „Gisenheim“ bereits in einer Urkunde des Jahres 772. Sie liefert zugleich die erste nachgewiesene Nennung des Rheingaus („Rinechgowe“). Als Geisenheim 1864 die Stadtrechte erhielt, hatte ihm Eltville den Rang als älteste Stadt im Rheingau längst abgelaufen. Heute gehören die Ortsteile Marienthal (nach dem Zweiten Weltkrieg als Ausbausiedlung entstanden), Johannisberg (aufgrund des freiwilligen Zusammenschlusses seit 31. Dezember 1971) sowie Stephanshausen (seit der kommunalen Gebietsreform am 1. Januar 1977) zur drittgrößten Kommune im Rheingau.

Geisenheim hat eine lange Geschichte – der Ort blickt auf eine 1.500-jährige Entwicklung zurück. Es waren Franken, die um 500 n.Chr. nahe der Mündung des heutigen Blaubachs siedelten. Dies ist durch den Fränkischen Friedhof, den man hinter dem heutigen Rathaus entdeckte, eindeutig belegt. Im Mittelalter bildeten Weinbau und Handel die Säulen des Lebens in Geisenheim. Der Ort lag günstig am Anfang des sogenannten Kaufmannsweges, der über Rüdesheim und den Kammerforst nach Lorch führte und dabei die gefährlichen Klippen des Rheins im Binger Loch umging. Der Pfefferzoll – seit 1194 in Geisenheim nachweisbar, aber wahrscheinlich viel älter – war im frühen Mittelalter die einzige Zollstelle im Rheingau und eine der ersten entlang des Rheins. Jedes Schiff, das flussab fuhr oder flussauf getreidelt wurde, musste ein Pfund Pfeffer als Zoll entrichten. Eine ähnliche Abgabe wurde sonst nirgendwo erhoben, obwohl zeitweise bis zu 62 Zollstätten am Rhein bestanden.
Johannisberg
Johannisberg ist berühmt – weltberühmt. Vor allem wegen des Weines. Von weitem sichtbar zieht Schloss Johannisberg den Blick auf sich. Hier ist 1775 – eher zufällig – die Spätlese erfunden worden. Das Ensemble mit der mächtigen Basilika thront beherrschend auf dem Hügel, der als erster Rebhang der Welt ausschließlich mit Riesling bestockt war. 

Der Weinbau prägt noch immer das Bild des Ortes sowie das Gesicht der umgebenden Landschaft. 

Die bis zum 31.12.1971 selbstständige Gemeinde ist dreigeteilt: Grund, Berg und Schlossheide sind räumlich klar getrennt und bilden doch seit Jahrhunderten eine Einheit. Johannisberg wird auch das Dorf der Rosen genannt – die Königin der Blumen ziert die Fassaden zahlreicher Häuser.
Marienthal
Marienthal ist jung – jünger als die übrigen Stadtteile Geisenheims.Es liegt zwei Kilometer von der Talstadt entfernt auf einem Geländeplateau zwischen Weinbergen, Wiesen und Wäldern. Die Siedlung entstand nach 1951 unter dem Einfluss des Hessenplanes. Der Ortsteil wurde als reine Wohnsiedlung angelegt, Handel und Gewerbe sind nur spärlich vorhanden. Bewohner und Besucher schätzen die Ruhe und Erholung in den schattigen Wäldern und kühlen Tälern. 

Bekannt ist Marienthal vor allem als Ziel von Wallfahrten, bei denen Gläubige zum gleichnamigen Kloster im idyllischen Elsterbachtal pilgern.
Stephanshausen
Stephanshausen ist still — ruhiger als die anderen Stadtteile von Geisenheim. Am 1.1.1977 wurde Stephanshausen eingemeindet. 

Das typische Rheingauer Höhendorf, knapp fünf Kilometer nördlich der Talstadt gelegen, duckt sich in eine kleine Geländedelle, die kühle Winde abhält. Wanderer schätzen das weit verzweigte Wegenetz rund um den aufstrebenden Erholungsort, das zum Spaziergang in gesunder Luft einlädt. 
Weinberge findet man hier keine, dafür umso mehr Wiesen und Wälder. Zum Rheinsteig, dem attraktivsten deutschen Fernwanderweg außerhalb der Alpen, gibt es einen kurzen Zuweg vom Ortskern her. 
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Städtepartnerschaften
Geisenheim ist weltoffen – das zeigen die Bürger mit ihren Partnerschaften zu insgesamt vier Städten. Sie sind Zeichen der Zustimmung, die Geisenheimer für die Idee der europäischen Annäherung empfinden.

Die Partnerschaften mit den französischen Gemeinden Puligny-Montrachet (seit 1966) und Chauvigny (seit 1970) sowie Trino (Italien, 1974) und Szerencs (Ungarn, 1990) sind Ausdruck der tiefen Freundschaft zu Menschen in anderen europäischen Ländern. Sie werden von lebendigen Partnerschafts- und Fördervereinen getragen.