Klangkunst in Industriekultur: Klanginstallation von Antje Vowinckel - Eröffnung

Kategorie: Kunst
Klangkunst in Industriekultur: Klanginstallation von Antje Vowinckel - Eröffnung
Klanginstallation von Antje Vowinckel
Trockenzeit
Geisenheim, WAAS.sche-FABRIK, Winkeler Strasse 100b (hinter dem Gebäude an der Bahnböschung)
Eröffnung: 8. August, 20 Uhr
Die Geisenheimer Wanderdörre war 1906 der Verkaufsschlager der Waas’schen Fabrik. Der neue Apparat ermöglichte die Haltbarkeit einheimischer Früchte, während eine anderer Apparat, das Grammophon, in eben diesen Jahren die Haltbarkeit von Musik auf Schellackplatten ermöglichte und ebenfalls für Verkaufsschlager sorgte. 1907 erschien »Mignon – Kennst Du das Land, wo die Zitronen blühen?« und vielleicht haben es einige Hausfrauen und Obstbauern beim Dörren ihrer Früchte gehört.
Zitronen landeten zwar selten in den Dörr-Apparaten. Diese waren für heimisches Obst gedacht: Pflaumen, Äpfel, Birnen usw. Zitronensaft diente jedoch häufig zur Vorbehandlung des Obstes. Die Farben ließen sich so besser bewahren.
In ihrer Installation Trockenzeit verwendet Antje Vowinckel Fragmente der Grammophon-Aufnahme sowie Glasgeräusche, die auf ein zweites Standbein der Fabrik verweisen: die Herstellung von Flaschenlagern.
Liedaufnahme: Text: J.W. Goethe, Komposition: Ambroise Thomas, Gesang: Ernestine Schumann-Heink. Den Installationsaufbau übernimmt Dirk Steglich, Saxophonist aus Berlin.
Biographie
Antje Vowinckel lebt als Komponistin und Musikperformerin in Berlin. Ihr Werk umfasst zahlreiche radiophone Produktionen sowie Installationen und Live-Performances für Festivals und den öffentlichen Raum. https://antjevowinckel.de
Veranstalter: Kulturfonds Frankfurt RheinMain in Kooperation mit der KulturRegion FrankfurtRheinMain
Klangkunst in Industriekultur (Website Kulturfonds): https://www.kulturfonds-frm.de/klangkunst-2025
Tage der Industriekultur Rhein-Main 2025: https://www.krfrm.de/project/route-der-industriekultur/
Öffnungszeiten: täglich vom 9.-17. August 2025 ab 16 Uhr bis 22 Uhr
Organisator
Kulturfonds Frankfurt RheinMain in Kooperation mit der KulturRegion FrankfurtRheinMain