STARKREGEN

DIE HOCHSCHULSTADT GEISENHEIM INFORMIERT

Starkregen

Unwetter und Starkregen

Die Gefahr von Starkregenereignisse wächst zunehmend. Von den Folgen sind wir alle betroffen.

Daher ist es wichtig, dass alle ihren Beitrag leisten um den wachsenden Risiken zu begegnen.

 

Im Auftrag des Abwasserverbandes Mittlerer Rheingau wurden Starkregengefahrenkarten erstellt, mit denen sich jeder Grundstückseigentümer über die individuelle Gefahr durch Überflutungen auf seinem Grundstück informieren kann.

Die Starkregengefahren sowie die Risikokarten stehen für die folgenden Niederschlagsbelastungen zur Verfügung:

  • Maßgebende, abgelaufene Niederschlagsereignisse aus RADOLAN
  • Starkregenindex 4: T = 30 a, D = 60 min (intensiver Starkregen)
  • Starkregenindex 7: T = 100 a, D = 60 min (außergewöhnlicher Starkregen)



Unter folgendem Link, können diese Karten eingesehen werden:


Starkregenvorsorge in Geisenheim

Was die hohen Wassertemperaturen im Mittelmeer mit der Sinkkastenreinigung in Geisenheim zu tun haben

Sinkkasten
© Kathrin Bach

September 2026
Diesen Sommer wurde wiederholt über die hohen Wassertemperaturen im Mittelmeer berichtet. Dabei lag die Wassertemperatur um Mallorca mit bis zu 30 Grad rund 6 Grad höher als im langjährigen Mittel, berichtet der Technische Betriebsleiter der Stadtwerke Geisenheim Herr Jochen Quasten. Diese hohen Wassertemperaturen erzeugen eine sehr starke Verdunstung und führen zu enorm viel Wasserdampf in der Atmosphäre. Dieses Wasser wird als Niederschlag wieder in den Kreislauf zurückgeführt.
„Je mehr Wasser in der Luft gespeichert ist, desto mehr kann es zu Starkregenereignisse kommen. Das Risiko in diesem Herbst von Starkregenereignissen betroffen zu sein, steigt daher auch für die Hochschulstadt Geisenheim,“ erklärt Quasten. „Jetzt und in Zukunft wird es daher immer wichtiger, mögliche Vorsorgemaßnahmen gegen Schäden aus Starkregenereignissen zu treffen. So wurden aktuell in Geisenheim unter anderem die Sinkkästen der Straßenabläufe gereinigt um einen ungehinderten Abfluss in die Kanalisation zu ermöglichen. Gräben wurden freigeschnitten und Rinnen gesäubert. Kritische Bereiche werden fortlaufend geprüft und umgebaut, um etwaigen Unwettern zu trotzen. Das ist der Teil, den die Hochschulstadt Geisenheim leisten kann. Vor Schäden an den privaten Gebäuden und Grundstücken muss sich jeder einzelne Grundstückseigentümer jedoch eigenständig schützen.“
Hierzu wurde eine Vielzahl von Informationen für die Bürgerinnen und Bürger auf der Internetseite der Hochschulstadt Geisenheim bereitgestellt. Unter „Stadtwerke – Starkregen“ gibt es einen Link zu den Starkregengefahrenkarten, mit denen objektgenau gesehen werden kann, ob und wie stark ein Grundstück von Starkregen betroffen ist. Broschüren erklären, wie man sich vor Starkregen schützen kann.

„Die Häufigkeit von Extremwetterereignissen wird auch in Geisenheim zunehmen. Die Hochschulstadt leistet ihren Beitrag, um daraus resultierende Schäden möglichst gering zu halten, aber jede Bürgerin und jeder Bürger muss auch eigenverantwortlich mithelfen. Engagieren Sie sich und nutzen Sie die Informationen, die wir bereitgestellt haben,“ fordert Bürgermeister Christian Aßmann die Bürgerinnen und Bürger von Geisenheim auf. „Den bestmöglichen Schutz können wir nur gemeinsam erreichen.“


Maßnahmen zur Starkregenvorsorge

August 2025

mit Regen überschwemmte Straße

Nicht nur die Gartenbesitzer freuen sich nun nach der langen Trockenzeit über die Regenereignisse der letzten Tage, sondern auch die Mitarbeiter von Bauamt und Stadtwerken der Hochschulstadt Geisenheim. Denn nur bei einem Regenereignis mit höherer Intensität können diese sehen, ob die bereits umgesetzten Maßnahmen zur Starkregenvorsorge und zum Wasserrückhalt in der Praxis auch funktionieren.

Bei dem Regenereignis am Mittwoch, den 27. August 2025 handelte es sich für Geisenheim um ein Starkregenereignis der Klasse 2. Dort sind 16 mm Niederschlag innerhalb einer viertel Stunde gefallen. „Das ist zwar von der Regenmenge allein nicht viel, durch die kurze Zeitdauer und vorherige Trockenheit hat sich jedoch ein hoher Oberflächenabfluss ergeben“ erklärt Herr Felix Engelmann vom Bauamt der Hochschulstadt Geisenheim. „Die Fließpfadkarten für die Talstadt von Geisenheim haben am Nordring im Bereich des Blaubaches einen starken zu erwartenden Abfluss ausgewiesen. Da wir an dieser Stelle bereits mehrfach eine Überschwemmung des städtischen Bauhofes hatten, sind wir hier im Sommer 2024 tätig geworden“ berichtet Herr Engelmann. In den Wirtschaftsweg nördlich des Nordringes wurde eine Furt eingebaut, die das auf dem Weg abfließende Niederschlagswasser auf eine Wiese und im Weiteren in den Blaubach ableiten soll. So kann der Abfluss verlangsamt und teils zurückgehalten werden und gleichzeitig eine große Menge an Schwemmstoffen abgefangen werden, die andernfalls in Richtung Ortslage strömen würde.

„Durch Fotos und Videoaufzeichnungen konnten wir nun dokumentieren, dass unsere Maßnahme funktioniert und eine erneute Überschwemmung des Bauhofes abgewendet werden konnte“ freut sich auch der Technische Betriebsleiter der Stadtwerke Jochen Quasten. „Das Regenereignis zeigte eindrucksvoll, wie viel Niederschlagswasser, aber auch wie viel fruchtbarer Boden von den Weinbergen des Rothenbergs abgeschwemmt wird und damit für die Landwirtschaft verloren geht“.

Der Wasserrückhalt im Weinberg und in der gesamten Gemarkung wird auf der Grundlage der klimatischen Veränderungen immer wichtiger. Die bisher umgesetzten Maßnahmen zeigen, dass diese funktionieren und dadurch Schäden vermieden werden können. Es ist aber keine Aufgabe, die nur die Stadt alleine leisten kann. Vielmehr ist jeder Grundstückseigentümer gefragt und jeder kann bei sich einen kleinen Beitrag leisten, indem Regenwasser erst gespeichert wird, bevor es abgeleitet wird, oder befestigte Flächen entsiegelt werden.

„Bei der Klimaanpassung sind wir alle gefragt“ fordert Herr Bürgermeister Christian Aßmann die Bürgerinnen und Bürger von Geisenheim zum Handeln auch auf den eigenen Flächen auf.