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Pressemeldungen

aus Geisenheim

Kulturtreff "Die Scheune"

Nomadische Stimmen


Was entsteht, wenn westliche zeitgenössische Musik auf mongolische Klangwelten trifft? Das neue Konzertprojekt des Trio Radial und Enkhtuya Jambaldorj lädt ein zu einer musikalischen Reise jenseits gewohnter Formen – eine Einladung zum tiefen Hören, zum Innehalten, zum Mitgestalten und bringt gleich drei Uraufführungen von Komponist:innen aus unterschiedlichen Ländern der Welt aufs Programm.

Das Konzertvorhaben des Trio Radial widmet sich zusammen mit der mongolischen Musikerin Enkhtuya Jambaldorj klanglichem Neuland. Die Neugierde an anderen Musikkulturen war schon immer ein prägendes Element des Trio Radial. Für die gemeinsame Performance kommen Werke für Horn, Klarinette, Violoncello und traditionelle mongolische Instrumente von May Lyon, Neo Hülcker und Nirmali Fenn zur Uraufführung. Diese werden umrahmt und ergänzt von Improvisationen in verschiedenen Formationen. Der rote Faden, der sich durch die Performance webt, ist ein tiefes Hörerlebnis, das wir entstehen lassen: ein besinnliches Konzert des Innehaltens und Horchens öffnet den Raum für innere Bilder und Klänge und

aktiviert den Hörsinn.

Durch vertieftes Zuhören im Sinne des „Deep Listening“ der Komponistin Pauline Oliveros, kann ein Verbindungsgefühl für die Umwelt und für das Miteinander entstehen. Ihre Improvisationsanleitung, die die

Musikerinnen mit dem Publikum zu einer gemeinsam gestalteten Improvisation bewegt, steht symptomatisch für das Programm. Auch das Ambiente wird im Sinne des Hörens und Horchens gestaltet; anders,

als auf die herkömmliche Art von voneinander getrennter Bühne- und Publikumsbereiche werden die Bereiche miteinander vermischt und mit bequemen Sitz- und Liegemöglichkeiten ausgestattet.

 

Mit Horn (Deepa Goonetilleke), Klarinetten (Shelly Ezra) und Violoncello (Esther Saladin) nähern sich die Künstlerinnen von Trio Radial in ihrem Programm gemeinsam mit Enkhtuya Jambaldorj und ihren mongolischen Musikinstrumenten u. a. zwei Werken von Hildegard von Bingen, die sie eigens arrangiert haben und bringen darüber hinaus neue Kompositionen junger Künstler zur Aufführung.

 

Dieses außergewöhnliche Klangerlebnis der internationalen Musikerinnen wird durch den Musikfonds gefördert. Die Veranstaltung findet statt am Sonntag, 3. Mai 2026 um 17 Uhr im Kulturtreff „Die Scheune“, Beinstr. 11, Geisenheim. Dauer etwa 70 Minuten ohne Pause. Im Anschluss schenkt der Förderverein Kulturtreff „Die Scheune“ aus. Der Eintritt ist frei, es wird um eine Spende gebeten.


Anmeldungen unter kathrin.bach@geisenheim.de oder 06722/701-191.


Geisenheim, 17. April 2026/I/11 kb

DER MAGISTRAT

 

Christian Aßmann

Bürgermeister


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