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DESCRIPTION:Die Profanierung einer Kirche!\n\nDurch die Profanierung wird
  ein sakrales Gebäude oder ein sakraler Gegenstand verweltlicht.\nDer Be
 griff leitet sich ab vom lateinischen „profanare“\, was „entweihen oder 
 verweltlichen“ bedeutet. Manchmal wird die Profanierung vereinfachend au
 ch als ´Kirchweihe rückwärts´ bezeichnet.\nEin zentrales Element des Pro
 fanierungsgottesdienstes in der Marienkirche wird die feierliche Entnahm
 e der im Jahr 1956 eingesetzten Reliquien aus dem Altar sein.\n\nHerzlic
 he Einladung zum Profanierungsgottesdienst\,\ndem im Auftrag des Bischof
 s der Generalvikar Dr. Wolfgang Pax vorstehen wird.\n\nSonntag\, 8. Sept
 ember\n16.00 Uhr\nin der Marienkirche\nBergstraße (Pflänzer)\n\nEin würd
 evoller Abschied von der Marienkirche ist uns wichtig!\nEs soll jedoch k
 ein Trauergottesdienst werden - auch wenn es natürlich schmerzlich ist\,
  eine Kirche zu schließen.\nNach dem Gottesdienst besteht für jeden Besu
 cher die Möglichkeit\, sich ganz persönlich von der Marienkirche zu vera
 bschieden. Vor der Kirche wollen wir noch bei einem Gläschen Wein zusamm
 enstehen und ins Gespräch kommen.\n\n1942\nIn Geisenheim wurde ein Gelüb
 de mit etwa folgendem Wortlaut abgelegt:\n„Wenn Geisenheim und seine Bev
 ölkerung in diesem Krieg von größeren\nBombenschäden verschont bleibt\, 
  werden wir eine Kapelle zu Ehren der Mutter Gottes errichten.\"\n\n1953
 \nGründung des Kapellenbauvereins\n\nMärz 1955\nDie Firma Erbslöh & Co. 
 Geisenheimer Kaolinwerke KG schenkte der Kirchengemeinde das Grundstück 
 im Stadtteil Pflänzer\, um dort den gelobten Kapellenbau umzusetzen.\n\n
 Mai 1955\nPfarrer Hesse setzte die Bauarbeiten für die Errichtung der Ka
 pelle in Gang. Da er aber die Genehmigung des Bischofs von Limburg nicht
  abgewartet hatte\, wurde der Bau im August 1955 von Bischof Wilhelm Kem
 pf zunächst gestoppt. Das Bistum befürchtete\, dass „infolge des chronis
 chen Priestermangels eine neue Seelsorgskirche nicht tragbar sei“. Aufgr
 und der umfangreichen Geldspenden der Pflänzerer und insbesondere der Fa
 milie Hesse wurden aber schließlich die nötigen Genehmigungen erteilt.\n
 \nSeptember 1956\nDer Weihegottesdienst der neu erbauten Marienkirche fa
 nd am 16. September 1956 statt. Prälat und Domkapitular Heinrich Fendel 
 kam im Auftrag des Bischofs und der Abt von Kloster Schönau\, Petrus Möh
 ler\, hielt die Predigt.\nEs soll ein sonniger Tag im Herbst gewesen sei
 n. Zu dieser Zeit entstanden gerade rings um die Kirche\, in einem ähnli
 chen Baustil\, in der Bergstraße und der Marienstraße die neuen Siedlung
 shäuser. In der Marienkirche fanden bis 2013 für die Menschen im Pflänze
 r viele Gottesdienste\, Hochzeiten und Taufen statt.\n\n2013\nDie Marien
 kirche wurde nach vielen\, durchaus schmerzlichen Beratungen mit Vertret
 erInnen aus dem Pflänzer\, Pfarrer Georg Franz und dem Pfarrgemeinderat 
 geschlossen\, weil schon seit mehreren Jahren regelmäßig nur noch sehr w
 enige Menschen die Gottesdienste dort besuchten. Die Unterhaltungskosten
  für die Kirche\, insbesondere die Heizkosten im Winter\, waren nicht me
 hr vertretbar im Hinblick auf die tatsächliche Nutzung des Gotteshauses.
 \n\nSeit 2018\nWeil die Kirche bereits seit fünf Jahren nicht mehr für G
 ottesdienste genutzt wird\, das Kirchengebäude reparaturbedürftig und di
 e adäquate Pflege nicht mehr finanzierbar ist\, werden Lösungsmöglichkei
 ten für den Erhalt des Kirchengebäudes\ngesucht und über die Abgabe des 
 Gebäudes nachgedacht. Es zeigt sich\, dass die Profanierung (aus dem geh
 eiligten Raum wird wieder ein weltlicher Raum\, Umwidmung) der Kirche un
 abdingbar ist. Die Pfarrei Heilig Kreuz Rheingau diskutiert und\nbeschli
 eßt die Profanierung in den Gremien und stellt beim Bischöflichen Ordina
 riat den hierfür notwendigen Antrag. Auch die Gremien des Bistums befass
 en sich mit der Angelegenheit und erlassen schließlich das Profanierungs
 dekret.\n\nSeptember 2024\nDie Marienkirche und der Altar der Kirche wer
 den in einem festlichen Gottesdienst am 8. September 2024 profaniert. Di
 e Kirchengemeinde verabschiedet sich von der Kirche\, schaut zurück auf 
 die vielen guten Jahre und Gottesdienste in der Marienkirche.\nWir freue
 n uns\, dass die Gebäudesubstanz der Kirche auch weiterhin das Bild des 
 Stadtteils prägen und bereichern wird. Wir sind der festen Überzeugung\,
  mit der Abgabe der Kirche eine notwendige und richtige Entscheidung get
 roffen zu haben.\n\n\nUnabhängig von der Profanierungsfeier\nwerden wir 
 uns auch danach noch weiterhin wertschätzend und verantwortlich mit den 
 Einrichtungen der Marienkirche beschäftigen:\n\nv die beiden Glocken\, d
 ie in Rüdesheim einen guten Platz gefunden haben\, sollen am 8. Septembe
 r eingespielt werden\;\nv die verbleibende Glocke\, soll auch nach der U
 mnutzung im Pflänzer verbleiben\;\nv die große Marienstatue\, die im Mar
 ienheim untergebracht wurde.\nv die Orgel\, die in der neuen Orgel der J
 ohannisberger Basilika weiterspielt\, soll am 8. September durch Ton-Auf
 nahmen präsent sein\;\nv die Bänke\, haben einen neuen Wirkungsort in de
 r Kirche einer ungarischen Gemeinde bekommen\;\nv das große Kreuz und de
 r Altarstein- für die noch neue Aufstellorte im Pflänzer oder anderswo g
 efunden werden sollen\;\nv der Tabernakel\, der bis zu einer guten Nutzu
 ng eingelagert wird\;\nv der Kreuzweg der Künstlerin Franziska Lenz-Gerh
 arz\, der von Interessierten oder vom Verein entnommen werden darf\;\nv 
 die Kirchenfenster\, die bei der Umnutzung nicht verwendet werden können
 \, muss noch beraten werden\;\nv die Gedenktafel in der Kirche\, die gut
  sichtbar an der Außenwand des umgenutzten Gebäudes installiert werden w
 ird.\n\nEinige der zuvor genannten Punkte konnten oder können schon umge
 setzt werden - andere noch nicht. 
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