Städtepartnerschaften

Puligny-Montrachet im Burgund (seit 1966)
Burgund, Côte-de-Beaune, ca. 500 Einwohner, renommierter alter Weinort, weltbekannt wegen seiner trockenen Chardonnay-Weißweine, die Körper mit Eleganz verbinden.
In der geschlossenen Ortschaft Puligny gruppieren sich markante Bruchsteingebäude um den Ortskern mit Kirche und „altem Schloss“ in großzügiger Anlage mit mehreren weiträumigen Plätzen (Platz von Johannisberg mit einem Winzerdenkmal, Kastanien-platz mit Rathaus und alter Schule, Denkmalsplatz); sehenswert ist das „neue Schloss“ aus der Zeit Ludwigs XIV.

Städtepartnerschaft zwischen Puligny und Johannisberg
Nach Kontakten der Gemeindekörperschaften aus beiden Weinbaugemeinden und einem Besuch der Johannisberger Weinkritik mit Fürst von Metternich in Puligny und Jugendaustauschbegegnungen unter Leitung von Albert Hirschmann und Lieselotte Hausbei wurde 1966 der Verschwisterungsvertrag zwischen Johannisberg (Bürgermeister Theodor Speth) und Puligny-Montrachet (Bürgermeister Jean Chartron) auf Schloss Johannisberg unterzeichnet.
Als Folge der Gebietsreform trat die Stadt Geisenheim in den Vertrag ein. In Unterstützung des Bürgermeisters und der Stadtverwaltung wird die „Jumelage“ durch den Freundeskreis Johannisberg - Puligny-Montrachet gepflegt.
Die Leitung des Freundeskreises lag bis 1976 bei Bürgermeister a. D. Theodor Speth, dann bis 1987 bei Schulleiter Albert Hirschmann („Monsieur Puligny“). Gegenwärtig steht Siegward Hausbei dem Freundeskreis vor.
 
Ansprechpartner Freundeskreis Puligny-Montrachet:
Stadtverwaltung Geisenheim, Frau Marina Klein, Rüdesheimer Straße 48, 65366 Geisenheim, Tel. 06722 / 701132
 
Chauvigny im Department Vienne (seit 1970)
Kantonsstadt im Departement Vienne/Poitou-Charentes, 23 km östlich von Poitiers in malerischer Landschaft an der Vienne, einem Nebenfluss der Loire, gelegen, 6.500 Einwohner, im Mittelalter stark befestigte Stadt, Schloss Harcourt, romanische Kirche St. Pierre in der Oberstadt, Kirche Notre-Dame, Stadtmuseum.
(Homepage: www.chauvigny.fr)

Trino in der Po-Ebene (seit 1974)
Oberitalienische Stadt, gelegen in der Po-Ebene, in der Provinz Vercelli, dem Herzen des Reisanbaus im Piemont, 8.000 Einwohner, Weinbau, Heimat des Barolo und Barbebaresco, Buchdruck, Fastnacht.

Städtepartnerschaft zwischen Chauvigny, Trino und Geisenheim
Auf eine Nachkriegsfreundschaft zwischen Werner Köster und Narcisse Moreau fußend, kommt es ab Mitte der sechziger Jahre zu Besuchen zwischen Einwohnern der Städte Chauvigny und Geisenheim, dann auch zu Schüleraustauschen. Maßgeblich beteiligt sind von Seiten Geisenheims außer Herrn Köster der damalige Bürgermeister Konrad Braden, Gymnasiallehrer Helmut Rienäcker und auf französischer Seite die Herren Toulat, James Claveau, Marcel Héléne und Henri Wagner. Am 18. Mai 1970 findet die offizielle Zeremonie zur Gründung der Städtepartnerschaft zwischen Chauvigny und Geisenheim statt. Im darauf folgenden Jahr weilen 200 Gäste aus Chauvigny in Geisenheimer Familien.
Nach weiteren Begegnungen kommt es am 13. Juli 1974 zur offiziellen Verschwisterung mit Trino in Oberitalien, mit der Chauvigny schon seit 1961 eine Städtepartnerschaft unterhält.
Den 1. Vorsitz im Partnerschaftsverein Geisenheim e. V. hatten in chronologischer Reihenfolge Werner Köster, Helmut Rienäcker, Wilfried Herold, Christina Kretschmann, Karl Prokosch, Ingrid Fiesenig und Regina Petersen inne. Gegenwärtige 1. Vorsitzende ist Doris Jüchtern. Seit 1988 gibt es alljährlich eine Freundschaftswanderung, die turnusmäßig in allen drei Ländern stattfindet sowie seit 1991 ein Jugendtreffen für junge Leute ab 14 Jahren.

Ansprechpartner Partnerschaftsverein Geisenheim e.V.:
Frau Doris Jüchtern, Am Fichtenkopf 37a, 65385 Rüdesheim, Tel./Fax: 06722 / 3286

Szerencs am Tor zu Hegyalja (seit 1990)
Stadt im Nordosten Ungarns am Tor zu Hegyalja, gehört zum Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén, 11.000 Einwohner, am Treffpunkt der Tiefebene und des Zemplén-Gebirges gelegen, Landesfürst István Bocskai, Blüte im Zeitalter der Rákóczi-Familie, Schul- und Weinstadt als Nachbarort des weltberühmten Tokaj, Burgkomplex mit Kulturzentrum, Zucker- und Schokoladenfabrik, Agrarwirtschaft und auf großer Tradition beruhender Weinbau, Knotenpunkt für Straßen- und Eisenbahnverkehr, kreiszentrale Funktionen. (Homepage: www.szerencs.hu)

Städtepartnerschaft zwischen Szerencs und Geisenheim
Als 10. deutsch-ungarische Partnerschaft ist der Verschwisterungsvertrag zwischen den benachbarten Weinstädten Tokaj und Oestrich-Winkel vom Oktober 1988 Vorläufer der Entwicklung; im April 1990 knüpft eine 10köpfige Delegation aus Geisenheim mit Bürgermeister Reiner Klein an der Spitze erste persönliche Kontakte in Szerencs.
Die gemeinsame Partnerschaftsurkunde wird anlässlich der Eröffnung des Volkshauses am 31. Mai 1990 in Szerencs unterzeichnet; seitdem im jährlichen Turnus gegenseitige Partnerschaftsbesuche; Szerencs' Bürgermeister Gábor Magda treibende Kraft der Beziehung; am 21. März 1992 besucht der damalige ungarische Ministerpräsident Gyula Horn Geisenheim; am 3. Juni 2000 anlässlich des 10jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft Einweihung des Geisenheimer Platzes in Szerencs; am 3. August 2001 wird der Szerencsplatz im Marienthaler Neubaugebiet „Hähnchen“ eingeweiht.
Am 13. November 1992 wird der Bund der Partnerstädte Szerencs-Geisenheim e.V. unter dem 1. Vorsitzenden Karl Fladung gegründet; von November 1995 bis Februar 2007 leitet Imre Tömö den Verein, seitdem ist Marina Klein 1. Vorsitzende.

Ansprechpartner des Bundes der Partnerstädte Szerencs-Geisenheim:
Frau Marina Klein, Kreuzweg 1a, 65366 Geisenheim, Tel: 06722 / 203652
Letzte Änderung: 02.09.2011 07:15 Uhr