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Mo, 05-21-2012
21.05.2012 19:00Treffen der AG Lokale Agenda 21 in Geisenheim
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AG Erlebnisraum Weinberg
Mit großem Engagment haben sich verschiedene Arbeitsgruppen zu den vorgenannten Themenbereichen gebildet, mit dem Ziel in gemeinsamen Konzepten die weitere Entwicklung der Stadt Geisenheim zu formulieren und daraus Maßnahmen zu entwickeln.
Neue Themenschwerpunkte können jederzeit bei Bedarf behandelt und neue Arbeitsgruppen gebildet werden.
Termine der Arbeitsgruppe der Lokalen Agenda 21 in Geisenheim finden Sie hier
Nach der Flurbereinigung in den 70er Jahren bekamen die Winzer leicht zu bewirtschaftende Weinberge und Wege, jedoch wurden dabei die „Weingärten“ völlig von kleinen Biotopen in einem Umfang leergeräumt, wie es heute bei einer ähnlich durchzuführenden Maßnahme niemals mehr der Fall sein würde. Die Folge war eine drastische Verarmung der Pflanzen und Kleintierwelt zugunsten der Monokultur Weinbau.
Die zunehmende Technisierung und Hektik des Alltagslebens verlangt für den Menschen Entspannungs- und Regenerationsräume in unmittelbarer Umgebung der Wohnstätten. Dies hat auch die Stadt Geisenheim verstanden und ein Leitziel der Agenda aufgegriffen.
Leitziel:
- Erhalt und Entwicklung der natürlichen Ökosysteme und der Artenvielfalt.
- Erhalt und Entwicklung der vielfältigen Kulturlandschaft.
Insbesondere wurden hier der Erlebnisraum Weinberg genannt.
Ziel ist es also, eine Renaturierung mittels eines Biotop-Entwicklungsplanes der Weinberge mit Gehölzen, Säumen und Gräben eine strukturreich gegliederte Landschaft zu schaffen.
Hiervon profitiert der Fremdenverkehr, wir Geisenheimer selbst und auch die Winzer, deren Kunden eine naturnahe Weinbergslandschaft präsentiert werden kann. Die Gelder für diesen landschaftsintegrierten Weinbau stammen aus den Ausgleichszahlungen der unteren Naturschutzbehörde. Mittelfristig ist es nötig, kleine Weinbergsflächen in geeigneter Lage zu erwerben, z.B. durch Tausch, um dort entsprechende Biotope, Sitzgruppen oder landschaftsprägende Baumgruppen anlegen zu können.
Bereits zwei solche Projekte wurden durch die Stadt Geisenheim und die Lehr- und Forschungsanstalt, Weinbau, verwirklicht:
1. Auenwald statt Weinberge im Bereich Rüdesheimer Hafen
2. Renaturierung „Flutgräben Fuchsberg“
Im Bereich Fuchsberg wurde von der unteren Naturschutzbehörde die Anpflanzung von Bäumen und Sträuchern durch die lokale Agenda 21 genehmigt. Die Finanzierung erfolgte über die Ausgleichsabgabe.
Im Bereich Kläuserweg, Kilzberg und Flurbereinigungsdenkmal sind kleinere Restflächen vorhanden, welche durch den Weinbauverein Geisenheim und durch die lokale Agenda 21 teilweise bereits bepflanzt wurden.
Die Vision und das Ziel des Modellprojektes „Erlebnisraum Weinberg“ ist eine abwechslungsreiche Weinbergslandschaft mit schattigen Ruheplätzen, vernetzten Kleinbiotopen für Insekten und kleine Tiere sowie Wanderwegen mit Hinweistafeln. Somit können unmittelbar auch Bürger ohne Auto, Rentner, Mütter und Kinder die Weinberge zum Erholen nutzen.
Eine solche Weinbergslandschaft soll zum Wandern und Verweilen einladen, um ein „Naturerleben“ in unmittelbarer Stadtumgebung zu ermöglichen. Dieses Ziel kann nicht mit der Anpflanzung von einigen Bäumen und Sträuchern erreicht werden, sondern muss das Leitziel in der künftigen Entwicklung von Geisenheim sein, das Modellprojekt „Erlebnisraum Weinberg“ zu verwirklichen, beispielsweise auch in der Bereitstellung von städtischem Gelände.
Das Modellprojekt „Erlebnisraum Weinberg“ von der lokalen Agenda 21 wurde von der Aktion „biologische Vielfalt“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit angenommen.
Ansprechpartner:
Herr Gaubatz, Tel. 06722 / 502147
Herr Hofmann, Tel. 06722 / 980082
Herr Nägler, Tel. 06722 / 64389
Herr Wolz, Tel. 06722 / 56100
Informieren können Sie sich auch bei:
Stadt Geisenheim
Frau Marina Klein
Rüdesheimer Straße 48
65366 Geisenheim
Tel.: 06722 — 70 11 32
Fax: 06722 — 70 11 20
Email: marina.klein@geisenheim.de
Letzte Änderung: 15.02.2011 07:38 Uhr




